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Folgender Artikel erschien am 09.06.2015 bei » Schwaebische.de.

schwaebische.de | 09. Juni 2015


Den Austausch fördern

ABSH veranstaltet offenes Treffen für Sehbehinderte

 Kurt Reinert stehend vor einem Banner des ABSH e.V.

Kurt Reinert (Foto Privat)

Leutkirch abz Treppen steigen, Baustellen passieren oder sich einfach nur ein Glas Wasser einschenken: Für sehbehinderte Menschen sind diese alltäglichen Situationen echte Herausforderungen. Oft müssen Angehörige bei der Bewältigung helfen. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt – denn die angebotene Hilfe ist nicht immer willkommen.

Wo liegt also die Grenze zwischen Hilfsbereitschaft und Bevormundung? Darüber sprechen Mitglieder der Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben der Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenhilfe (ABSH) am Donnerstag, 11. Juni, ab 15Uhr bei einem offenen Treffen im ″Barfüßer″ in Leutkirch.

″Wir möchten bei diesem Treffen Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen und die Menschen zusammenbringen″, sagt Kurt Reinert, ABSH-Gruppenleiter und Vorstandsbeisitzer. Er ist selbst blind und kennt die Fettnäpfchen des Familienalltags. ″Manche Sehende äußern sich unbedacht und sagen Dinge wie ,guck halt hin was du machst!’ oder ,pass auf, du siehst doch, dass da was steht’″, erzählt Reinert. Die Krönung sei der Satz gewesen: ″Wenn du jetzt gar nichts mehr siehst, wird es aber Zeit, dass du die Gebärdensprache lernst.″ Solche Aussagen würden zeigen, dass beim Thema Sehbehinderung und Blindheit noch enormer Aufklärungsbedarf herrsche. ″Außerdem betrifft die Thematik in einer alternden Gesellschaft immer mehr Menschen″, erklärt das ABSH-Mitglied.

Bei dem Beisammensein sollen Angehörige und Betroffene die Möglichkeit bekommen, sich in der Gruppe auszutauschen und von den Erfahrungen der Leidensgenossen zu profitieren. Denn in den Familien sei nicht alles eitel Sonnenschein.

Außerdem würden Hilfsmittel gezeigt und getestet, Begleitung zu Arztterminen organisiert, Hilfestellung bei Anträgen aller Art geleistet und Fachbegriffe übersetzt und erläutert werden. ″Uns ist bewusst, dass der erste Besuch – der erste Schritt – in unsere Gruppe immer der schwerste ist″, sagt Reinert. Doch es würde sich lohnen.

 
 
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