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Zollern-Alb-Kurier | 19.09.2012


Ein ganz „normales” Grillfest?

Blinde und sehbehinderte Menschen können das auch! Kreisgruppe Zollernalb der ABSH e.V. veranstaltet „gemütlichen Erfahrungsaustausch mit 60 Betroffenen in Geislingen

Geislingen: Ein schöner, warmer Sommertag macht Lust auf Grillen.. Knuspriges Grillfleisch und Würstchen, leckere Salate lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Schnell noch ein paar Freunde einladen und los geht’s. Die Vorfreude ist groß. Grillen ist eigentlich eine der normalsten Dinge der Welt. Eigentlich – aber für blinde und sehbehinderte Menschen ist die Organisation und Durchführung einer „Grillparty” dann doch schon eher eine Herausforderung. Und ganz ohne die Hilfe Sehender geht es – wie in vielen anderen Bereichen – dann doch nicht.

Am Samstag, 08.09.2012 veranstaltete die Kreisgruppe Zollernalb der Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenhilfe e.V. (ABSH) eine solche Grillparty. Von den mittlerweile über 70 blinden und sehbehinderten Mitgliedern der Gruppe kamen mehr als 60, teils zusammen mit Angehörigen nach Geislingen. Dorthin hatte Harald Eigler, Leiter der Gruppe, eingeladen. Ein Ehepaar aus Geislingen hatte ihr außerhalb der Ortschaft liegendes großes Grundstück zur Verfügung gestellt, ein großer Grill war ebenso vorhanden, wie überdachte Sitzmöglichkeiten für die zahlreichen „Grillfans”.

Eigler betonte in seiner Begrüßung: „Es ist wichtig, dass wir alle so uneingeschränkt wie eben möglich am Leben in der Gesellschaft mit all seinen Facetten teilnehmen und uns nicht in eine selbst gewählte Isolation zurückziehen.” Weiter freute Eigler sich darüber, dass auch blinde oder sehbehinderte Menschen aus anderen Landkreisen seiner Einladung gefolgt sind. „Der Spaß und der Appetit beim Grillen sind barrierefrei – auch für uns blinde Menschen”, so der selbst blinde Gruppenleiter weiter. „Dennoch freuen wir uns natürlich darüber, dass so viele Helfer ohne Seheinschränkung mit dabei sind, ohne die es halt oft nicht geht.”

Bis spät in den Abend hinein wurde gefeiert und musiziert, hatten doch einige unserer blinden Mitglieder ihre Musikinstrumente, wie Gitarre, Akkordeon und Mundharmonika mitgebracht. „Schön und gut war aber vor allem auch, dass ein reger Erfahrungsaustausch untereinander hat stattfinden können und einige neue Bekanntschaften geschlossen worden sind. Der Tag war ein voller Erfolg und hat vielen der Betroffenen wieder ein Stück weit mehr Lebensfreude zurückgegeben. Wir freuen uns immer sehr, wenn neue von Erblindung oder Sehbehinderung betroffene Menschen den Weg zu uns finden, um zu erfahren, dass ihr Leben sinnvoll und bis auf das schlechte Sehen uneingeschränkt weiter geht”, betont Eigler.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Balingerin Anneliese Heckele für ihre 50jährige Zugehörigkeit zur Blindenselbsthilfe und für ihr großes Engagement für die Belange von blinden und sehbehinderten Menschen geehrt. Frau Heckele war lange Jahr Mitglied im Ausschuss der im Zollernalbkreis ansässige Blinden- und Sehbehindertengruppe.

Den Verein Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenhilfe e.V., Kreisgruppe Zollernalb erreichen Sie wie folgt: ABSH e.V., Harald Eigler, Böllatweg 12, 72359 Dotternhausen, Telefon: 0 74 27/466 037 6, E-Mail: kg-zollernalb@abs-hilfe.de

Harald Eigler

 Gäste sitzen an Tischen im Freien

Foto Axel Weigel, Empfingen

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