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Jahresbericht der Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenhilfe e.V.

Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2015

Rechtsform

Die Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenhilfe e.V. (ABSH e.V.) ist eine Landesorganisation der Selbsthilfe für Menschen mit Behinderungen, insbesondere blinder, sehbehinderter Menschen und Menschen mit anderen Behinderungen, aber auch sehender Menschen und solcher ohne Behinderung. Insofern trägt der Verein dem Gedanken der Inklusion Rechnung. Das Vereinsgebiet erstreckt sich über ganz Baden- Württemberg.

Gegründet am 12.03.2011 ist die ABSH e. V. seit dem 05.04.2011 im Vereinsregister des Amtsgerichts Balingen (aufgrund rechtlicher Änderungen nun Amtsgericht Stuttgart) mit der Vereinsregisternummer (VR) 410706 eingetragen und vom Finanzamt Balingen mit der Körperschaften- (Steuernummer: 53092/99439) als gemeinnützig und mildtätig anerkannt.

Der letzte Körperschaftssteuer- bzw. Freistellungsbescheid wurde am 13. August 2012 für das Jahr 2011 bis 31. Dezember 2016 durch das Finanzamt Balingen erteilt.

Der Verein gliedert sich in aktuell einer Kreis- und sechs Regionalgruppen. Die Kreis- und Regionalgruppen werden von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern geleitet. Alle Leitungen der Untergliederungen sind entweder selbst blind oder sehbehindert oder weisen eine lange Erfahrung im Umgang mit den betroffenen Menschen oder der Leitung von Selbsthilfegruppen auf. Auf Grund des für einen Verein dieser Art sehr geringen Durchschnittsalters seiner Mitglieder wurde am 10.11.2012 eine Abteilung für junge Mitglieder bis 30 Jahre (U30) gegründet und ein vierköpfiges Leitungsteam gewählt.

Aufgaben

Die ABSH e.V. hat die satzungsgemäße Aufgabe, die gesundheitsbezogene Blinden- und Sehbehinderten-Selbsthilfe zu organisieren und die Interessen nicht nur seiner Mitglieder in gesellschaftlicher, sozialrechtlicher, beruflicher und kultureller Hinsicht zu wahren und zu fördern. Ebenfalls unterstützt der Verein auch tätig und aktiv Menschen mit anderen Beeinträchtigungen in allen Lebenslagen.

Dies geschieht im besonderen Maß

  • durch die Einflussnahme auf die Gesetzgebung, soweit davon Behindertengruppen betroffen werden
  • durch den Rechtsschutz, den der Verein als Rechtsbeistand nach § 7 Abs. 2 Rechtsdienstleistungsgesetz seinen Mitgliedern in sozial- und verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten gewährt
  • durch die Förderung der sozialen Rehabilitation blinder und sehbehinderter Menschen und von Menschen mit anderen Handicaps, sowie von solchen Beeinträchtigungen bedrohten Menschen und deren Angehörigen
  • durch die Förderung der beruflichen Rehabilitation und der gesellschaftlichen Integration des vorgenannten Personenkreises
  • durch die Mitwirkung bei der Schaffung, dem Ausbau und der Erweiterung von Maßnahmen zur größeren Sicherheit im Bereich des öffentlichen Verkehrs
  • durch die Ausrichtung kultureller Veranstaltungen für den durch den Verein betreuten Personenkreis
  • durch Öffentlichkeitsarbeit sowie
  • durch Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit mit anderen Behinderten-organisationen und Selbsthilfegruppen.

Mitgliedschaften

Die ABSH e. V. ist Mitglied beim Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband - Landesverband Baden Württemberg e. V.

Organe

Organe des Verbandes sind:
    der Vorstand
    die Vertreterversammlung
    der Verwaltungsrat

Vertreterversammlung

Die Vertreterversammlung ist das oberste Organ der ABSH e. V.

Die Vertreterversammlung ist das oberste Organ der ABSH e. V.
Diese wird in der Regel jährlich einmal einberufen. Neben dem Vorstand gehören der Vertreterversammlung die Regionalgruppen-, Kreisgruppen- und Abteilungsleiter/Innen sowie derzeit 27 Vertreter an, die aus den Reihen der Mitglieder in den Untergliederungen der ABSH e.V. gewählt wurden. Zu den Aufgaben der Vertreterversammlung gehören insbesondere

  • die Entgegennahme des Jahresberichtes sowie die Entgegennahme und die Genehmigung der Jahresabrechnung
  • den Vorstand zu entlasten
  • den Vorstand im Turnus von vier Jahren neu zu wählen
  • die Höhe des Mitgliedsbeitrages festzusetzen
  • über eingebrachte Anträge, soweit sie die allgemeinen Richtlinien der Vereinsarbeit betreffen, zu entscheiden
  • Satzungsänderungen zu beschließen und
  • über wichtige Angelegenheiten für blinde und sehbehinderte Menschen zu beraten und darüber zu entscheiden.

Im Jahr 2015 fand am 30. Mai die ordentliche Vertreterversammlung der ABSH e.V. statt, auf der unter anderem die Jahresrechnung genehmigt und der Vorstand entlastet wurde. Zudem standen turnusgemäß nach vier Jahren Vorstandsneuwahlen an. Zur Vorsitzenden gewählt wurde Marita Bürmann-Eiger (Dotternhausen). Stellvertretender Vorsitzender ist nun Harald Frase (Karlsruhe). Zu Vorstandsbeisitzern wurden gewählt: Kurt Reinert (Leutkirch), Alfred Weggel (Wehingen), Sven Lasar (Winnenden), Hartmut Gerst (Mössingen), Axel Weigel (Empfingen), Monika Kimmich (Rottweil), Nadine Rudiger (Vöhringen) und Harald Eigler (Doternhausen).

Vorstand

Der Vorstand bestand bis zur Vertreterversammlung 2015 aus der Vorsitzenden Marita Bürmann-Eigler (sehend), sowie den Beisitzern Hartmut Gerst (blind), Alfred Weggel (blind), Axel Weigel (sehbehindert), Harald Eigler (blind), Harald Frase (blind), Waltraud Engels (blind) und Sven Lasar (sehbehindert). Die Vorstandsneuwahlen erbrachten das o.g. Ergebnis.

Beauftragte des Vorstandes für alle Verwaltungs- und Buchhaltungstätigkeiten ist Frau Bürmann-Eigler, Beauftragter des Vorstandes für Barrierefreiheit ist Harald Frase, Beauftragter für Internet und Computerangelegenheiten (im Innenverhältnis) ist Steffen Rügner, im Außenverhältnis übernimmt diese Aufgabe Jörg Riegler, Beauftragter des Vorstandes für das Vereinsmedium INKLUSIV ist Jörg Töllner. Beauftragte für Diabetes sind Steffen Rügner und Günther Ziegler und Beauftragter für Taubblindheit ist Daniel Zimmermann aus Tettnang, (taubblind).

Herr Harald Eigler führt als Diplom-Sozialarbeiter (FH) mit seiner langjährigen Erfahrung Sozialberatungen und Rechtsvertretungen für die Mitglieder der ABSH e.V. durch. Geschäftsführend sind die beiden gewählten Vorsitzenden jeweils als einzelvertretungsberechtigte Vereinsvertreter.

Im Berichtsjahr fanden vier Vorstandssitzungen statt, die jeweils vollzählig besucht waren und zahlreiche Entscheidungen erbracht haben.

Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat besteht aus den Mitgliedern des Vorstandes, den Leiter/Innen der Kreis- und Regionalgruppen, den Leitungen der Abteilungen und den Beauftragten und ist beratendes Organ des Vereins. Er trifft sich jährlich einmal. Die letzte Sitzung des Verwaltungsrates fand am 30. Mai 2015 in Schömberg statt.

Vereinsbüro

Das Vereinsbüro ist die Verwaltungsabteilung und Anlaufstelle des Vereins.

Buchhaltung, Sachbearbeitung und Beratungsbesuche und –tätigkeiten und Besorgung von Hilfsmitteln des täglichen Bedarfs sind die Aufgaben des Vereinsbüros in Person einer hauptamtlichen Verwaltungsfachangestellten. Eine zentrale Aufgabe ist auch die Mitgliederverwaltung und die Koordination der Vereinsarbeit.

Hier laufen die Fäden zusammen, hier besteht für jedermann die Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Auch Kontaktaufnahme und –pflege zu Kooperationspartnern und die Herausgabe der Vereinsmedien erfolgt von hier. Ebenso werden von hier aus Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen organisiert und veranstaltet. Die Mitarbeiter des Vereinsbüros organisieren hier zentral die Selbsthilfearbeit in den einzelnen Untergliederungen. Jeder Gruppenleiter kann hier verwaltungsmäßige Unterstützung bekommen, was für blinde und sehbehinderte Menschen natürlich besonders wichtig ist und auch rege in Anspruch genommen wird.

Von der Möglichkeit, sich als Mitglied des Vereins in blindenspezifischen, rechtlichen Angelegenheiten vertreten zu lassen, wurde auch im Berichtsjahr im erweiterten Umfang Gebrauch gemacht.

Am 31. Dezember 2015 gehörten der ABSH e. V. 524 Mitglieder an (489 aktive, 34 passive sowie 1 Ehrenmitglied). Seit Beginn des Jahres 2016 bis zur Erstellung des Jahresberichts sind bereits wieder 22 neue Mitglieder dem Verein beigetreten. Die Nachfrage und der Andrang nehmen offenkundig weiter ständig stark zu. Dies bestätigt unsere Arbeit. Bei weiter so stark steigenden Zahlen ist für die Zukunft die Einstellung weiterer geeigneter und engagierter hauptamtlicher Mitarbeiter geplant, um so dem Andrang auch professionell gerecht werden zu können. Voraussetzung hierfür ist allerdings auch eine entsprechende Finanzierung der dann bestehenden höheren Personalkosten.

Sozialabteilung und Rechtsvertretungen

Im Zeitraum 01.01. - 31.12.2015 führte die Sozialabteilung insgesamt 197 persönliche Erst- und Folgeberatungstermine durch, wobei hiervon 145 als Hausbesuche bei den Nachfragenden und 52 im Vereinsbüro stattfanden.

Für die Mitglieder sind im Berichtszeitraum 204 Antragsverfahren erfolgreich durchgeführt worden, 89 weitere sind noch nicht abgeschlossen. Weiterhin wurden 33 Widerspruchsverfahren und 10 Klageverfahren erfolgreich bestritten, 25 Widerspruchs- und 10 Klageverfahren sind noch offen. Im Berichtszeitraum wurde kein Verfahren verloren. Bei den Verfahren ging es ausschließlich um satzungsgemäße Rechtsvertretungen ausschließlich für die Mitglieder des Vereins nach den Bestimmungen des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG).

Kreis- und Regionalgruppen

Im Frühjahr 2015 wurde die Regionalgruppenstruktur innerhalb der ABSH e.V. den Bedürfnissen und infrastrukturellen Gegebenheiten angepasst. Die bisherigen Regionalgruppen Nord- und Südbaden wurden in die neue Regionalgruppe Baden zusammengelegt, wobei die Betroffenen aus den Landkreisen Schwarzwald-Baar der neuen Regionalgruppe Schwarzwald-Baar-Heuberg (bisher Kreisgruppe Tuttlingen), jene aus den Landkreisen Konstanz der Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben zugeschlagen worden sind. Wie die Erfahrung schon jetzt zeigt, sind die Offenen Treffen der Untergliederungen in den genannten Bereichen aufgrund besserer Erreichbarkeit nun wesentlich besser besucht.

Die Arbeit in den Kreis- und Regionalgruppen konnte im fünften Vereinsjahr erfolgreich weiter aus- und aufgebaut werden. Das Angebot für die Mitglieder reichte von den Mitgliederversammlungen, Ausflügen, Wanderungen, sportlichen Angeboten wie Kegel- und Spielenachmittage, Schminkkurse für Blinde bis hin zu Bildungsreisen.

Wichtig sind auch die in allen Untergliederungen regelmäßig angebotenen und öffentlich ausgeschriebenen Offenen Treffen, d.h. Stammtischterminen mit Referaten oder Hilfsmittelvorstellung, sowie Erfahrungsaustausch mit und ohne Moderation.

Spezielle Fortbildungsprogramme für Hilfsmittelberater und Beauftragte für Barrierefreiheit im Verkehr und DAISY wurden organisiert und gerne angenommen.

Sportlich und künstlerisch begabte Mitglieder werden besonders gefördert (Beatbox, Blindenfußball, Kunst, Musik, Poesie, Literatur, Hörspiele, diverse Sportarten wie Triathlon und Walking). Es fanden fachliche Schulungen für die Leitungen der Gruppen statt. Der Verein hat seine Untergliederungen im Berichtszeitraum finanziell, verwaltungstechnisch, organisatorisch, fachlich und mit haupt- und ehrenamtlichem Personal unterstützt und insofern die Durchführung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfearbeit in den Regionen und den Interessensgebieten (Abteilung) organisiert und gewährleistet. Insbesondere fand für die ehrenamtlichen Gruppenverantwortlichen u.a. ein komplettes Schulungswochenende in Schömberg bei Balingen statt (29.-31. Mai 2015), welches von der AOK Baden-Württemberg wieder großzügig gefördert worden ist.

Hier wurde als wichtiges Kriterium die Gemeinschaft geschätzt und gefördert, Informationen und Kenntnisse vermittelt und auch die Leitung von Gruppen-veranstaltungen und Beratungssituationen geübt und reflektiert. Diese Schulung vertiefte die Erfahrungen und das im Vorjahr Erlernte nachhaltig. Auch für 2016 ist wieder ein Schulungswochenende geplant.

Bei allen Treffen der Untergliederungen sind die Angehörigen der Betroffenen nicht nur willkommen, sondern ausdrücklich erwünscht. Der Bereich der Selbsthilfe für blinde und sehbehinderte Menschen ist im Vergleich zu den meisten anderen Selbsthilfeorganisationen ein von stark eingeschränkter Mobilität und Selbständigkeit geprägter Bereich. Schon aus diesem Grunde ist die Einbindung von Angehörigen mehr als wichtig. Folge dieses Umstandes sind u.a. erheblich höhere Logistik- und Fahrtkosten (Begleitungen).

Kulturelle Betreuung

Menschen mit ähnlichen Interessensschwerpunkten, Talenten oder Neigungen (z.B. Musikanten, Blindenfußballer o. Ä.) haben die Möglichkeiten, sich in Fachgruppen zusammen zu schließen und mit organisatorischer oder logistischer Unterstützung durch das Vereinsbüro Treffen zu organisieren. Bisher hat sich noch keine derartige Fachgruppe konstituiert. Eine solche müsste von Vorstand und Vertreterversammlung dann beschlossen werden. Der Verein unterstützt jedoch die Stärken und Talente seiner Mitglieder und vermittelt derzeit geeignete Angebote bis zur Gründung einer eigenen derartigen Fachgruppe. Auf Grund der großen Nachfrage unter den vielen jungen Mitgliedern wurde bei der Vertreterversammlung 2013 jedoch die Gründung einer Abteilung für junge Mitglieder bis zum Alter von 30 Jahren beschlossen. Das konstituierende Treffen dieser Abteilung fand am 10.11.2012 unter großer Beteiligung in Stuttgart statt, wobei auch ein vierköpfiges Leitungsteam (je zwei junge Frauen und zwei junge Männer) gewählt wurden.

Bei der Vertreterversammlung 2013 wurde der Gruppe auf Vorschlag aus deren eigenen Reihen der Name U30 gegeben. Diese Gruppe trifft sich regelmäßig in Stuttgart und macht zusätzliche informelle Veranstaltungen.

Im Jahr 2015 wurde eine Kegelgruppe gegründet, die sich im März 2015 erstmals traf. Inwiefern sich daraus eine eigene Vereinsabteilung entwickelt, bleibt abzuwarten.

Kulturelles Highlight 2015 war die vorm Verein organisierte und durchgeführte Exkursion an den Bodensee, wo die Mitglieder barrierefrei sowohl Konstanz, Meersburg und Friedrichshafen (Zeppelinmuseum) besichtigen, als auch die Insel Mainau „unsicher machen“ konnten.

Öffentlichkeitsarbeit

Im Berichtszeitraum hat sich die ABSH e.V. mit den Kreis- und Regionalgruppen an zahlreichen Veranstaltungen auf kommunaler, aber auch überregionaler Ebene beteiligt. Hierzu zählen „Mein Leben! Balingen“, Fachmesse der Nikolauspflege Stuttgart (Besser-Sehen) in Stuttgart, Beteiligung bei Selbsthilfegruppentreffen in allen Untergliederungen, u.v.m.

Zudem veranstaltete die ABSH e.V. zum dritten Mal ihre eigene große Fachmesse „Weiter-Sehen 2015“ in Balingen. Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Großen Kreisstadt war das Highlight im Juli 2015 dieses Mal ein Blindenparcour. Darüber hinaus gab es die größte deutsche Hilfsmittelausstellung südlich von Stuttgart, zahlreiche Fachvorträge und Informationen. Es gab eine rege Beteiligung der schreibenden Presse und des Rundfunks.

Ebenso konnte sich die ABSH e.V. bei etlichen Schulbesuchen präsentieren und dabei jungen Menschen das Leben mit Sehschädigung nahebringen und diese sensibilisieren. In vielen baden-württembergweiten Veröffentlichungen in Amtsblättern hat sich der Verein dargestellt, ebenso in mehreren Zeitungsberichten. Ein Flyer besteht bereits seit Sommer 2011. Dieser wurde 2015 nun redaktionell überarbeitet und in großer Auflage neu gedruckt und verteilt. Seit Mai 2013 ist die Homepage des Vereins im Netz und bietet Interessierten zahlreiche Informationen.

Förderung des Vereins

Im Berichtsjahr stellte die ABSH e.V. zahlreiche Förderanträge bei der GKV (§ 20 c SGB V). Dies sind im Einzelnen:

  • Pauschale Vereinsfördermittel:
  • die GKV hat der ABSH e.V. hier zum wiederholten Mal 4.000 Euro zugewandt

  • Projektförderung Fachmesse Weiter-Sehen 2015: Hier haben wir von der DAK und der AOK Baden-Württemberg jeweils 3.000 Euro erhalten
  • Für unser Schulungswochenende haben wir von der AOK 1.400 Euro erhalten
  • Für unsere Oktober-Veranstaltung in Rottenburg gab es ebenfalls von der AOK Baden-Württemberg 1.000 Euro.
  • Außerdem wurden unsere Gruppen bis auf eine Ausnahme alle im Rahmen der regionalen Pauschalförderung von der GKV bedacht. Für die Anschaffung einer PA-Anlage erhielt die Regionalgruppe Baden von der regionalen AOK einen Zuschuss in Höhe von 400 Euro als Projektförderung.
  • Weiterhin sind dem Verein und den einzelnen Gruppen zahlreiche Einzelspenden in nicht unerheblicher Höhe von Privatpersonen, diversen Hilfsmittelfirmen und Behörden zugegangen. Insbesondere erwähnenswert sind hier die zusätzlichen Spenden der Vereinsmitglieder.

Wir danken an dieser Stelle allen unseren Unterstützern.

Vereinsinterne Veröffentlichungen

Im Zusammenhang mit den zugewandten Mitteln der Projektförderung hat die ABSH e.V. im Jahr 2012 damit beginnen können, ein Vereinsmagazin zu konzipieren und herauszugeben. Dieses erscheint ausschließlich als so genannte DAISY-CD und trägt den Namen „INKLUSIV“. Die erste Ausgabe konnte den Vereinsmitgliedern im Herbst 2012 zugesandt werden. Das Audiomagazin enthält zahlreiche Informationen und Tipps rund um den Verein und das Thema Seheinschränkung.

Die Resonanz der Mitglieder war überwältigend positiv. Im Jahr 2013 sind weitere drei Ausgaben der Inklusiv mit einer Auflage von jeweils 350 und einer Spieldauer von jeweils mehr als sechs Stunden herausgegeben worden. Dasselbe gilt für die Jahre 2014 und 2015, wobei die Auflage zuletzt auf über 500 Exemplare gestiegen ist. Seit dem 30.05.2015 ist nicht mehr das Vereinsbüro, sondern Jörg Töllner redaktionell und technisch zuständig für dieses Vereinsmedium.

Weiterhin informierte der Verein seine Mitglieder – abgesehen von den persönlichen Informationen im Rahmen der jeweiligen Gruppentreffen – in Form von E-Mail-Newslettern und Rundschreiben in Schwarzschrift.

Zusammenfassung:

Auch im fünften Jahr seines Bestehens hat der Verein trotz noch knapper finanzieller Mittel wieder sehr viel erreichen und Gutes für die von ihm betreuten Menschen bewirken und bewegen können. Mittlerweile ist die Zahl der Mitglieder baden-württembergweit auf über 500 gestiegen, die Tendenz ist nach wie vor stark steigend. Insbesondere wirken sich hier unsere Öffentlichkeitsarbeit und der Umstand aus, dass wir über Mundpropaganda unserer Mitglieder wegen der guten Vereinsarbeit weiter starken Zulauf bekommen. Hierfür ist nicht zuletzt auch die professionelle Arbeit der haupt- und gut geschulten ehrenamtlichen Mitarbeiter verantwortlich.

Dies macht die Qualität des Vereins aus, der stets bestrebt ist in realistischen Beratungen den Betroffenen weiterzuhelfen und hier keine falschen Illusionen zu erwecken. Insofern trägt die Arbeit der ABSH e.V. den Zeichen der Zeit Rechnung, in denen die Ausgestaltung der gesundheitsbezogenen Selbsthilfearbeit eben auch viel mit moderner Dienstleistung zu tun hat. Eine monatliche Zunahme der Mitgliederzahl von ca. 10 Personen belegt dies eindrucksvoll. Bekanntlich sind die Mitgliederzahlen anderer Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfeorganisationen seit Jahren rückläufig.

Wenn diese Tendenz so anhält, ist die ABSH e.V. in wenigen Jahren der mitglieder-stärkste Verein seiner Art in Baden-Württemberg.

Insbesondere die ständig zurückgemeldete hohe Zufriedenheit unserer Mitglieder, die sich auch nicht zuletzt darin manifestiert, dass wir Dankesbekundungen aller Art – auch durch Familienmitglieder der Betroffenen – erhalten und die damit zusammenhängende sehr geringe Zahl der Vereinsaustritte zeigt uns, dass wir mit unserer Art der Arbeit absolut auf dem richtigen Wichtig ist diesem Zusammenhang ist auch der vergleichsweise niedrige Altersdurchschnitt der Mitglieder.

Auch dies ist ein Kapital für die Zukunft des Vereins.

Dank

herzlich bedanken, die durch ihren Einsatz diesen Erfolg erst möglich gemacht haben. Unser Dank gilt jedem haupt- und ehrenamtlich Tätigen, egal ob im Vorstand, als Vertreter, Ausschussmitglied oder als Beauftragter oder Gruppenleiter.

Herzlichen Dank aber auch allen Menschen, die sich entschieden haben, der ABSH e.V. als Mitglied beizutreten und ohne die der Erfolg auch nicht möglich wäre. Ein Verein ohne Mitglieder funktioniert nicht. Die Wertschätzung, die Sie uns entgegenbringen geben wir mit ganzem Herzen und gerne zurück.

Vielen Dank für das Vertrauen all dieser Menschen in uns und unsere Arbeit. Wir können dies nur zurückgeben, indem wir weiterhin engagiert für alle da sein wollen, um jeden Einzelnen bei Bedarf zu unterstützen. Um die starke Gemeinschaft ABSH e.V. künftig noch stärker zu machen, ist weiterhin viel Einsatz, Engagement und Arbeit erforderlich. Hier ist jede helfende Hand, jede gute Idee, aber auch Kritik wichtig und willkommen.

Wir wollen für unsere Mitglieder da sein und sie stark machen.

Hierfür bieten wir nach Kräften weiterhin getreu unserem Leitbild: Information, Begegnung, Aktivität und Inklusion.

Dotternhausen, den 09.02.2016

gez.
Marita Bürmann-Eigler (für den Vorstand)

 
 
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